Home News Grünes Abitur vor dem Abitur

Grünes Abitur vor dem Abitur

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Freitag, 07.04.2017 - 12:43
Jagdschüler Handrup © Heinz Krüssel
Die Handruper Jagdschüler.

Freiwillig büffeln und das auch noch nach Schulschluss? Für die meisten Schüler wohl undenkbar, doch 20 Jungen und Mädchen des Gymnasium Leoninum Handrup und der integrierten Gesamtschule Fürstenau in Niedersachsen haben genau das seit September 2016 getan. Im Zuge eines gemeinsamen Projektes konnten die Schüler der beiden Schulen das "grüne Abitur" ablegen. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet, wollten die Initiatoren Paul Wöste und Stephan-Heinrich Flohr damit den Jugendlichen natürliche Zusammenhänge vermitteln und den Schülern Wege zeigen, wie sie ihr erungenes Wissen praktisch in Natur- und Artenschutz umsetzen können. Inklusive der Möglichkeit die Jägerprüfung abzulegen.

Ehrenamtliche Referenten übernahmen nachmittags nach dem regulären Unterricht die Theorieeinheiten, zur Verdeutlichung bestimmter Inhalte ging es zum lernen auch hinaus in die Natur. Waffenhandhabung und der Schießunterricht fanden am Schießstand statt. Wie gut sowohl die Vorbereitung als auch der Lernfleiß der Schüler waren, zeigte das Prüfungsergebnis. Alle 15 Prüflinge, fünf Schüler können aufgrund ihres Alters erst im Sommer zur Prüfung antreten, können nun den Jagdschein lösen. Jagdlich durch die eigene Familie vorbelastet waren mehrere Schüler, aber auch Jugendliche ohne Waidmänner oder -frauen in der Familie nahmen an dem Projekt „Vor dem Abitur das „grüne Abitur“ teil. Im Gespräch mit jagderleben erklärte Paul Wöste, dass das Interesse der Schüler sehr groß sei und man hoffe, auch künftig wieder Jugendlichen den Weg zum Jagdschein zu ermöglichen. Schließlich seien die jungen Leute wichtige Passionswerber von morgen.