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Grüne: Waffenrecht verschärfen

Nach der Bluttat in Karlsruhe fordern die Grünen erneut eine Verschärfung des Waffenrechts. Foto: dpa © dpa

Noch während Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) an der Trauerfeier in Karlsruhe teilnimmt, fordert Uli Sckerl, innenpolitischer Sprecher der Grünen, in einem Schreiben vom 10. Juli 2012: Waffen dürfen nicht mehr in Privatwohnungen aufbewahrt werden. Mit ihren Forderungen unterstützen die Grünen das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden, wonach Waffen und Munition getrennt voneinander in den Sportvereinen gelagert werden sollen. Die Grünen halten Ausnahmeregelungen nur bei Jägern für notwendig.
Der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Rülke, und der innenpolitische Sprecher der FDP, Ulrich Goll, betonten dagegen: "Es ist traurig, dass die Grünen solch schrecklichen Ereignisse wie zuletzt in Karlsruhe reflexhaft politisch ausschlachten wollen." Die Grünen stellten unbescholtene Jäger und Sportschützen unter Generalverdacht und würden die sorgfältige Arbeit des Sonderausschusses Winnenden mit Füßen treten. Der baden-württembergische Landeschef der Gewerkschaft der Polizei , Rüdiger Seidenspinner, sieht das ebenfalls anders als der Grüne-Landtagsabgeordneter in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa: Der 53 Jahre alte Täter habe seine Tat genau geplant. "Dies erkennt man an der Vielzahl der Waffen, für die der Täter keinen Waffenschein hatte. Das zeigt unser Problem: nicht die legalen Waffen sind unser Problem, sondern die illegalen", so der Vertreter der Polizeigewerkschaft.
BHA