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Grüne sind sich uneins

Auch ein Nachteil zentraler Aufbewahrung: aufgebrochene Tresore eines Schützenvereins. Foto: Schützenverein Metzingen


Die Reaktionen auf den Antrag des Landesvorstandes der Grünen ließen nicht lange auf sich warten. Kurz nach Bekanntwerden warf bereits LJN-Präsident Helmut Dammann-Tamke den Aktionisten mit ihrem Vorstoß "reinen Populismus" vor. Die Antragsteller wollen unter anderem, dass Schusswaffen nicht mehr in privaten Haushalten, sondern zentral aufbewahrt werden müssen. "Da schreibt jemand einen Antrag und weiß nicht, wie es auf dem Land aussieht", wird Suderburgs grüner Bürgermeister Hans-Hermann Hoff von der "Allgemeinen Zeitung" zitiert. Gerade Jäger müssten jederzeit Zugriff zu ihren Waffen haben. Durch das Verbot würde die regelmäßige und notwendige Jagd unverhältnismäßig behindert. Der Kreisvorstandsprecher der Grünen im Kreis Uelzen, Markus Jordan, stellt darüber hinaus klar, dass seine Partei für eine zeitgemäße, ökologisch ausgerichtete und ethisch vertretbare Jagd einstehe. Dies würde die aktuelle Jagdausbildung gewährleisten.
Deshalb habe man nun einen Gegenantrag gestellt, der bereits von 20 Mitgliedern mitgertragen wird. Auch die Kreisverbände Celle und Gifhorn sowie MdL Heiner Scholing haben Unterstützung zugesagt und wollen gegen die Pläne ihrer Landesspitze angehen.
BS