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Grüne Ministerin hält zur Jagd und gegen PETA

Die grüne Landwirtschaftsministerin sieht die Fangjagd als unverzichtbares Element. © Matthias Meyer

Die Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen) in Sachsen-Anhalt spricht sich in einem Antwortschreiben an PETA deutlich für die Jagd aus. Die Tierrechtsorganisation hatte im Januar die Ministerin dazu aufgefordert, die Förderung der Fellwechsel GmbH in Sachsen-Anhalt sofort zu beenden. 100.000 Euro wurden aus Haushaltsmitteln zur Verfügung gestellt.

Dalbert betont in ihrer Antwort, dass mit den 100.000 Euro vor allem das Management invasiver Arten unterstützt werde, aber auch Fellwechsel von der Summe profitiere. So wurden von dem Geld Gefriertruhen sowie Kühlcontainer als Zwischenlager angeschafft, um sowohl eine Verwertung des erlegten gebietsfremden Arten sowie des heimischen Raubwilds zu unterstützen. Die Gerätschaften wurden dem Landesjagdverband Sachsen-Anhalt bis Ende 2026 zur Nutzung überlassen.

Fangjagd ist unverzichtbares Instrument zum Erhalt der Artenvielfalt

Die grüne Ministerin betont in ihrem Antwortbrief, dass Jagd und Hege der Erhaltung des artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie der Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen dienen. Die Fangjagd bezeichnet sie dabei als "unverzichtbares Instrument zum Erhalt der Artenvielfalt" . Ohne den Falleneinsatz sowie die Unterstützung der Jäger sei der Erhalt des Restvorkommens der Großtrappe in Sachsen-Anhalt nicht machbar. 

Sachsen Anhalts Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert © Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt/Rainer Kurzeder

Sachsen Anhalts Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert

Ministerin betont Bedeutung der Jagd

Dieses Vorgehen ist deutschlandweit bislang einmalig. In dem Antwortschreiben geht Ministerin Dalbert unter anderem auf die Wichtigkeit der Jagd ein und betont, dass Fellwechsel und das von Kürschnern initiierte Label „weprefur“ „Verantwortung für Tier- und Ressourcenschutz“ zeige. Weiterhin betont sie, dass sie Fellwechsel für eine begrüßenswerte Initiative der Jagdverbände hält, die dem „Natur- und Artenschutz dient und nicht zuletzt im Interesse des Tierschutzes handelt.“


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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