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Grüne werden abgewatscht

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Dienstag, 22.05.2012 - 17:30
Mehrere Sachverständige hielten die Vorschläge zur Verschärfung des Waffenrechts für sinnlos. Foto: Grüne © Grüne
Mehrere Sachverständige hielten die Vorschläge zur Verschärfung des Waffenrechts für sinnlos. Foto: Grüne

Keiner der sechs geladenen Sachverständigen hielt die Vorschläge für sinnvoll. Die Grünen, allen voran Renate Künast und Jürgen Trittin, versuchten in einem entsprechenden Gesetzentwurf wieder den Umgang mit halbautomatischen kriegswaffenähnlichen Schusswaffen sowie den Besitz von Großkaliber-Kurzwaffen zu verbieten. Des Weiteren forderten sie, dass funktionsfähige Waffen und Munition nicht gleichzeitig in Privatwohnungen gelagert werden dürfen.
Die Sachverständigen Martin Bürner (Landesjagdverband Baden-Württemberg) und Joachim Streitberger (Deutscher Jagdschutzverband) lehnten den Entwurf ab. "Aus Jägersicht völlig sinnlos", so Bürner. Ein Jäger müsse zu jeder Zeit auf seine Waffe zugreifen können. Unterstützung bekommen die Jäger von einem Vertreter des Deutschen Schützenbunds: Jürgen Kohlheim kritisierte, dass durch eine zentrale Waffenaufbewahrung womöglich Anreize für Kriminelle zu einem Einbruch geschaffen werden könnten.
Gleicher Meinung waren auch die Experten Sascha Braun, Bundesvorstand der Gewerkschaft der Polizei, und Rainer Hofius von der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Mainz. Nicht der legale private Waffenbesitz sei ein Problem, sondern der illegale. Weniger legale Waffen würden nicht zu mehr öffentlicher Sicherheit führen.
BS