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Großer Erfolg für Auswilderungsprojekt

Eines der beiden Jungtiere bei der kurzen Untersuchung.


„Mit der Geburt der ersten Luchsjungen im Pfälzerwald wurde ein weiterer, sehr wichtiger Meilenstein des Projektes erreicht“, freut sich Umweltministerin Ulrike Höfken. Mitarbeiter der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz hatten den etwa vier Wochen alten Nachwuchs jetzt entdeckt. Die Eltern sind Katze „Kaja“ und Kuder „Lucky“. Beide stammen ursprünglich aus der Slowakai und wurden im Juli 2016 bei Waldleiningen freigelassen.

Das Versteck der Jungen in einer Felsnische hatte man mit Hilfe der GPS-Daten gefunden, die das Halsband Kajas an das Projektteam sendet. Durch dieses waren die Mitarbeiter bereits im Februar darauf aufmerksam geworden, dass sich die beiden Raubkatzen bei zum Teil mehrtägigen Rendezvous treffen. Zehn Wochen später reduzierte die Luchsin dann ihren Bewegungsradius stark - ein Geburtstermin erschien daher sehr wahrscheinlich.

Um die Aufzucht nicht zu stark zu stören, wartete man mit einer etwa 20 minütigen, veterinärmedizinischen Kontrolle allerdings bis jetzt. Dabei wurde den Luchsjungen eine guter Allgemeinzustand bescheinigt. Schon kurze Zeit nach dem Verschwinden der Forscher kam auch Mutter Kaja wieder zurück zum Lageplatz, wie man durch die GPS-Daten feststellte.

Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. unterstützt die Wiederansiedlung der Pinselohren als wichtiger Projektpartner. PM/RJE


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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