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Große Kolben, großes Herz!

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Donnerstag, 22.09.2016 - 15:34
Foto: Frank Bürstenbinder © Frank Bürstenbinder
Foto: Frank Bürstenbinder

Noch bis zur Ernte im Spätherbst muss der Landwirt den Körnermais vor Langfingern schützen. Foto: Frank Bürstenbinder

Olaf Kabelitz, so der Name des Bauern mit Eigenjagd, sagt gegenüber jagderleben: „Wer etwas von mir will und dabei freundlich ist, bekommt das auch.“ Doch in letzter Zeit wollen viele etwas von ihm, aber sie fragen nicht, sondern nehmen es sich einfach - vor allem seinen Mais.
So war es dann auch vergangenes Wochenende, als Kabelitzs Begehungsscheininhaber zum Sauenansitz wollte. Auf der Fahrt zur Kanzel versperrte ihm aber ein Traktor mit Anhänger den Weg. Der Jäger war sich sicher, dass das Fahrzeug dort nichts zu suchen hatte. Auf dem Einachser unter einer Plane versteckt fand er mehrere hundert Kilo Maiskolben. Den Täter erwischte der Saujäger noch auf frischer Tat beim Pflücken.
Nachdem er ihn zur Rede gestellt hatte, machte der sich dann samt Beute reumütig auf zum Landwirtschaftsbetrieb von Kabelitz. Der Landwirt lies den Hänger abladen, aber sonst erging Gnade vor Recht für den ihm bekannten Maisdieb. Grund war, dass er die Tat nicht für böswillig hielt. Der glimpflich Davongekommene wollte mit dem Diebesgut, geplant waren bis zu zwei Tonnen, seine 30 Kaninchen füttern.
Kabelitz ging mit dem Vorfall an die Öffentlichkeit, um diese wieder mehr für das Eigentum anderer zu sensibilisieren. Doch er gab an, in Zukunft nicht immer so großherzig zu reagieren. Wenn er merkt, dass jemand ihm schaden will, greift er künftig auf die Polizei zurück.
RW