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Grenzüberschreitende Nachsuchen ermöglicht

Redaktion jagderleben
am
Mittwoch, 04.04.2018 - 15:36
Monsieur le Président Pierre Lang (links) von der Fédération des Chasseurs de la Moselle und der saarländische Landesjägermeister Josef Schneider bei der Unterzeichnung des Abkommrens über grenzüberschreitende Nachsuchen. © Günther Klahm
Monsieur le Président Pierre Lang (links) von der Fédération des Chasseurs de la Moselle und der saarländische Landesjägermeister Josef Schneider bei der Unterzeichnung des Abkommrens über grenzüberschreitende Nachsuchen.

Erstmals in der Geschichte hat ein Bundesland der Bundesrepublik Deutschlands mit Frankreich ein Abkommen geschlossen, das Nachsuchen ohne weitere bürokratische Hürden in das jeweilige Nachbarland ermöglicht. Die Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) und die Fédération des Chasseurs de la Moselle trafen sich dazu im Jägerheim bei Saarwellingen. Das Abkommen wurde von Landesjägermeister Josef Schneider und dem Monsieur le Président Pierre Lang unterzeichnet.

Zehn Schweihundeführer dürfen nachsuchen

Bisher mussten Nachsuchen an der Landesgrenze abgebrochen werden und konnten bestenfalls sozusagen „entre nous“ von den Jägern des Nachbarlandes fortgesetzt werden, sofern bekannt und erreichbar. Nun werden je fünf französische und fünf saarländische Jäger benannt, die als Schweißhundführer die Nachsuchen über die Landesgrenze durchführen dürfen. Dazu werden beiden Seiten Karten, Adressen und Telefonnummern der jeweiligen Reviere und ihrer Jagdausübungsberechtigten zur Verfügung gestellt. Die Hundeführer werden über die notwendigen jagdrechtlichen Regelungen des Nachbarlandes geschult. Auf deutscher Seite betrifft das Abkommen insgesamt vier Landkreise.

Günther Klahm