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Grenzen setzen undKlappe halten


Nach den Grußworten ging Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger auf die frisch erlassene Biberverordnung ein. Diese regelt, wie mit zu Schaden gehenden Bibern künftig verfahren werden soll. Neben der Förderung von Präventionsmaßnahmen sind Fangaktionen und Tötungen einzelner Nager bei Gefahr für Leib und Leben (z.B. bei Schäden an Hochwasserschutzanlagen) vorgesehen.
Zentrales Thema war weiterhin der Fitness-Check der EU, im Zusammenhang mit der Novellierung der FFH-Richtline. Dazu betonte Vogelsänger, dass Brüssel derzeit noch über den Schutzstatus einiger Tierarten nachdenke. Diesbezüglich forderte Dr. Wolfgang Bethe, Präsident des LJV Brandenburg: „Der Wolf muss dringend in Anhang V der FFH-Richtlinie aufgenommen werden (Anm. d. Red: rechtliche Grundvoraussetzung zur Entnahme). Damit schaffen wir die Rahmenbedingungen, um den lokalen Erfordernissen entsprechend handeln zu können."
In seiner Rede verurteilte er ebenfalls einen Erlass der Forstbehörde. Dieser fordert die Beamten auf, auch in ehrenamtlichen Positionen, wie Jagdbeiräten, im Sinne des Arbeitgebers zu stimmen. Das sei ein Eingriff in die Privatsphäre und müsse juristisch überprüft werden.
Im Hinblick auf die drohende Gefahr der Afrikanischen Schweinepest müsse die Anlage von Bejagungsschneisen besonders im Mais wieder unbürokratischer gestaltet werden. Des Weiteren forderte Bethe die Aussetzung der Trichinengebühr für Frischlinge unter 20 Kilogramm, sowie die Erlaubnis, Frischlinge auch mit Patronen unter 2.000 Joule erlegen zu dürfen, um das Wildbret zu schonen.

EM

Das verabschiedete Positionspapier des LJV finden Sie hier.