+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 3.885 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 16.5.2022) +++
Home News Greifvogel getötet: Rotmilan an Giftköder verendet

Greifvogel getötet: Rotmilan an Giftköder verendet

Phil Kahrs © Phil Kahrs
Phil Kahrs
am
Mittwoch, 04.05.2022 - 09:34
Rotmilan-Flug © ©Alvaro Martin Zarzuela - stock.adobe.com
Der Rotmilan ist nicht der einzige Vogel, der in letzter Zeit im Landkreis Ansbach vergiftet wurde (Symbolbild).

Im Landkreis Ansbach, Bayern, ist ein Rotmilan mit einem Giftköder getötet worden. Das teilte die Regierung von Mittelfranken am 27. April in einer Presseerklärung mit. Der geschützte Greifvogel sei bei der Ortschaft Irsingen, Gemeinde Gerolfingen, tot aufgefunden worden. Ein toxikologisches Screening habe die Erkenntnis gebracht, dass der Vogel aufgrund eines Medikaments gestorben sein muss. Im Mageninhalt des Tiers wurden Rückstände von Pentobarbital gefunden. In der Tiermedizin würde dieses Mittel zum Einschläfern eingesetzt werden. Die Polizei sei über den Vorfall informiert worden.

Auf Rückfrage der Redaktion teilte die Regierung von Mittelfranken mit, dass im vergangenen Jahr im Landkreis Ansbach ein mit Carbofuran vergifteter Rotmilan bei Lehrberg sowie zwei Verdachtsfälle vergifteter Kolkraben erfasst wurden. Eine Untersuchung auf Vergiftung sei bei tot aufgefundenen Wildtieren jedoch nicht die Regel. „Eine toxikologische Untersuchung wird nach Auffinden eines toten Wildvogels durchgeführt, wenn ein Verdacht auf Vergiftung vorliegt und sich der aufgefundene Kadaver noch für eine solche eignet“, erklärt ein Regierungsvertreter weiter. Mit der Zeit würden die Giftstoffe jedoch verfallen, wodurch eine Untersuchung nach längerer Zeit nicht mehr möglich sei.

Regierung setzt auf Hilfe aus der Bevölkerung

Um den illegalen Tötungen Einhalt zu gebieten, setzt die Regierung von Mittelfranken vor allem auf Hilfe aus der Bevöllkerung. „Die Aufklärung der Öffentlichkeit erscheint derzeit als zielführendste Maßnahme. Wer einen auf einen Verdachtsfall stößt oder Hinweise zu illegalen Tiertötungen hat, sollte sich an die Polizei wenden,“ heißt es gegenüber der Redaktion.


Kommentieren Sie