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Greifvögel vergiftet

Tote Greifvögel und Köder.


In Cappeln (Landkreis Cloppenburg, Niedersachsen) wurden am 14. April mehrere tote Greifvögel aufgefunden. Dies berichtete die Polizei in einer Pressemitteilung. Demnach wurden die toten Tiere von einem aufmerksamen Bürger innerhalb eines kleines Waldstücks gefunden. Außerdem seien mehrere, als Giftköder präparierte Vögel und Eier vor Ort aufgefunden worden. Der genaue Tatzeitraum kann derzeit nicht genannt werden, so die Polizei weiter. Das Untersuchungsergebnis liege noch nicht vor, Ermittlungen bezüglich eines Tatverdächtigen laufen jedoch bereits.

Nabu fordert Einziehung von Jagdscheinen

Der NABU spezifiziert die Ausmaße der mutmaßlichen Wilderei noch weiter. Es seien insgesamt sieben Mäusebussarde, zwei Habichte und einzelne Rabenvögel getötet worden. Die Ringeltauben, die als Köder ausgelegt waren, wiesen eine türkisblaue Farbe auf. In der Pressemitteilung des Vereins wird die Landesjägerschaft um Mithilfe bei der Aufklärung gebeten. Entgegen des Rechtsgrundsatzes, dass bis zu einer Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt, fordert der NABU, die Jagdscheine, aller im Revier tätigen Jäger einzuziehen, bis der Fall aufgeklärt ist. PM


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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