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Greenpeace will zehn neue Schutzgebiete

Foto: Dr. Helmut Weiss © Dr. Helmut Weiss

Martin Kaiser, Waldexperte der Umweltorganisation Greenpeace, findet, dass hierzulande zuwenig für das Ökosystem "Buchenwald" getan wird: "Deutschland trägt als eines der buchenwaldreichsten Länder Europas eine besondere, internationale Verantwortung für den Schutz dieser einzigartigen Wälder". Er forderte deshalb bis 2020 zehn neue Nationalparks und den sofortigen Schutz der alten Buchenbestände.
Die Nationalparks sollten in folgenden großen Waldgebieten eingerichtet werden: Nordschwarzwald, Pfälzer Wald, Spessart, Steigerwald, Ammergebirge, Stechlinsee, Taunus, Solling, Teutoburger Wald und Thüringer Wald.
Dagegen regt sich Widerstand. Als "Unsinn" bezeichnete zum Beispiel Baden-Württembergs Forstkammer-Präsident Roland Burger den Vorschlag für einen Buchen-Nationalpark im Nordschwarzwald. "Der Nordschwarzwald besteht zu mehr als drei Vierteln aus Nadelwäldern", so Burger. Grundsätzlich befänden sich die Laubbäume auch in Baden-Württemberg eindeutig auf dem Vormarsch. Zukünftig würden zwei Drittel der Wälder aus Laubwäldern bestehen. Das sei aber nicht die Folge von mehr Schutzgebieten sondern der Verdienst der heutigen naturnahen Waldwirtschaft. "Wenn man im Nordschwarzwald die Bewirtschaftung einstellt, bekommt man statt dessen riesige Totholzflächen wie im Nationalpark Bayerischer Wald", befürchtet Burger. BHA