+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 1.338 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 18.6.2021) +++
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Goldschakal: Seltene Wildkameraaufnahme in Bayern

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Freitag, 04.06.2021 - 06:32
Goldschakal-Wildkameraaufnahme © Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald
Der Goldschakal konnte am 26. April von einer Wildkamera erfasst werden.

Im Nationalpark Bayerischer Wald hat eine Wildkamera ein in Bayern noch seltenes Stück Raubwild aufgenommen. Die Bilder der Fotofalle zeigen einen Goldschakal, der in der Nähe von Bayerisch Eisenstein an der Kamera entlangläuft. „Das ist eine kleine Sensation für uns“, erklärt Dr. Christian Fiderer, im Nationalpark zuständig für das Wildtiermonitoring. Denn der Nachweis ist erst der vierte bestätigte Fall in ganz Bayern. Zuletzt wurde 2020 ein Goldschakal im Chiemgau bei Ruhpolding nachgewiesen.

Vor neun Jahren erstmals Nachweis in Bayern

Erstmals wurde in Bayern im Jahr 2012 ein Goldschakal mittels Wildkameraaufnahmen bestätigt – auch damals schon im Nationalpark Bayerischer Wald. Nun gab es, auf den Tag genau, neun Jahre später erneut eine solche Aufnahme.

Dass das Tier im Nationalpark bleibt, ist laut Christian Fiderer eher unwahrscheinlich. „Zwar ist der Goldschakal in seiner Lebensraumwahl ähnlich flexibel wie Rotfuchs und Wolf und kann sich gut an verschiedene Gegebenheiten anpassen, jedoch fühlen sich die Tiere in schneereichen und regnerischen Gebieten, wie es der Bayerische Wald ist, eher unwohl.“ Die Art, die vor allem im östlichen Europa lebt, bevorzugt warme Regionen mit offenen Flächen. Dichte, geschlossene Wälder sind ebenfalls keine typischen Lebensräume für Goldschakale. „Daher wird das Tier wohl nur auf der Durchreise gewesen sein.“


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