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Goldschakal: Neue Sichtung im Landkreis Uelzen

Goldschakal-ziehend © evamaria - stock.adobe.com
Die Zahl der Goldschakale in Niedersachsen nimmt zu.

Anfang September bestätigte das Wolfsmonitoring der Landesjägerschaft Niedersachsen e. V. (LJN) einen Goldschakal im Landkreis Uelzen. Ein Jäger sichtete drei Wochen zuvor einen der Neubürger in seinem Revier in der Samtgemeinde Rosche. Dem Waidmann fiel während eines Morgenansitzes im August ein Raubtier in etwa 100 Meter Entfernung auf. Zunächst ging er von einem Fuchs aus und lockte den Räuber mit einer Vogelklage auf etwa 30 Meter heran. „Als der vermeintliche Fuchs auf die Nachbarwiese wechselte, wo das Gras kürzer stand, konnte ich die im Vergleich zum Fuchs langen Läufe und die kurze Lunte erkennen. Da war mir klar, dass es sich um einen Goldschakal handeln musste“, so der Revierpächter. Die Beobachtung dauerte zwei bis drei Minuten und war den Angaben des Mannes zufolge bislang die lokal einzige.

Eindeutige Nachweise in Niedersachsen

Eine Woche nach der Sichtung wurde der Großräuber auf einer Wildkamera im Nachbarrevier festgehalten. Die Jäger leiteten die Fotos an den Wolfsbeauftragten der LJN Raoul Reding weiter, der die Bilder als eindeutigen Nachweis auswertete.
Laut dem Niedersächsischen Wolfsmonitoring wurden inzwischen seit der ersten Sichtung 2015 mehr als zwölf der aus Süd-Osteuropa und Asien stammenden Beutegreifer in Niedersachsen nachgewiesen. Neben dem Landkreis Uelzen, wurden auch in der Region Hannover sowie in den Landkreisen Celle, Osnabrück und Cuxhaven Goldschakale bestätigt.

Anwesenheit der Großräuber nimmt zu

Reding geht davon aus, dass die Zahl der Hundeartigen auch in Zukunft steigen wird. „Goldschakale sind sehr anpassungsfähig“, so der Wolfsbeauftragte. Der Allesfresser ernährt sich hauptsächlich von Kleinsäugern, Vögeln, Amphibien und Insekten, kann bis zu knapp einem Meter groß und zwischen acht und 15 Kilogramm schwer werden. „Goldschakale liegen mit ihrer Größe quasi zwischen einem großen Fuchs und einem kleinen Wolf“, so Reding.
Der Goldschakal ist in Deutschland geschützt und unterliegt nicht dem Jagdrecht. Da er in der FFH-Richtlinie im Anhang V gelistet ist, muss u. a. ein Monitoring durchgeführt werden.
Sichtungen oder Hinweise auf die Anwesenheit eines Goldschakals sollten an das Niedersächsische Wolfsmonitoring weitergeleitet werden. Hierfür kann dasselbe Online-Formular wie für Wolfsmeldungen genutzt werden.


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