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Goldene Zeiten in Bayern?

Deutlich sind der Größenunterschied zwischen Goldschakal (u.) und Fuchs erkennbar (Symbolbild). © FS

Deutlich sind der Größenunterschied zwischen Goldschakal (u.) und Fuchs erkennbar (Symbolbild).


Nach einem Fotofallenbild aus dem Jahr 2012 im Nationalpark Bayerischer Wald, wurde gestern der zweite Nachweis im Freistaat offiziell: Auf der A 9 nahe des Ampertals im Landkreis Freising war acht Tage zuvor ein Exemplar von Canis aureus getötet worden. Nachdem der Kadaver laut einer Pressemitteilung des Landesamt für Umwelt (LfU) zuerst vom Örtlichen Veterinäramt als "wolfsähnliches Tier" eingestuft worden war, konnten Experten des LfU den Hundeartigen eindeutig als Goldschakal identifizieren.

Eigentlich ist das Raubtier in Asien und dem Nahen Osten beheimatet. Allerdings dehnt es seinen Lebensraum vom Balkan und Griechenland kommend immer weiter nach Westen aus. So werden sporadisch Tiere in Deutschland, Italien und der Schweiz nachgewiesen. Auch in Österreich mehren sich die Nachweise, 2007 kam es im Bereich des Neusiedler Sees sogar zu einer ersten dokumentierten Reproduktion. In Deutschland war der bislang letzte Nachweis diesen März: Ein mutmaßlicher Übergriff von Wölfen an Schafen in Schleswig-Holstein überführte dank Genprobe einen Goldschakal als Täter.


Martin Weber Crossmedia-Redakteur der dlv-Jagdmedien, verantwortet das Magazin "Bergjagd". Hat Forstwissenschaften an der TU München und Wildtierökologie an der BOKU Wien studiert.
Crossmedia-Redakteur der dlv-Jagdmedien, verantwortet das Magazin "Bergjagd". Hat Forstwissenschaften an der TU München und Wildtierökologie an der BOKU Wien studiert.