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Görlitzer Wolf zurück in Freiheit

Wolf-passierend © Erich Marek
Nahe Lüneburg streift ein mit Räude befallener Wolf umher (Symbolbild).

Der Wolf, welcher sich am Montag in einen Hinterhof in Görlitz verirrt hatte, wurde wieder zurück in die Freiheit entlassen. Dies gab die Pressesprecherin des Landesamtes für Umwelt Sachsen auf Rückfrage der Redaktion an. Am 30. Dezember wurde gegen 13.00 Uhr die Fachstelle Wolf darüber informiert, dass sich in der Blumenstraße in Görlitz vermutlich ein Wolf befinde. „Um kurze Wege zu gewährleisten, verständigten wir das Büro Lupus, welches in Görlitz ansässig ist“, erklärte die Sprecherin.

Leichte Schnittwunden – keine schwerwiegenden Verletzungen

Der Wolf konnte durch einen hinzugerufenen Tierarzt mit einem Betäubungspfeil in Narkose gelegt werden und wurde anschließend in einer Tierarztpraxis untersucht. Dabei wurden lediglich leichte Schnittwunden, durch einen Sprung in ein Kellerfenster, festgestellt. Schwere oder innere Verletzungen erlitt der Wolf keine. Außerdem hätte das Tier ein "ganz natürliches Verhalten gezeigt" und sich offensichtlich verirrt.

Der Wolf sei etwa zwischen ein und drei Jahre alt. Woher der Wolf kam, soll nun eine genetische Untersuchung zeigen. 

Nachdem der Wolf wieder vollständig aus der Narkose erwacht war, entließ man ihn wieder in die Freiheit. Zur weiteren Überwachung erhielt der junge Rüde einen GPS-Sender. Laut Aussage der Pressesprecherin wurde über den genauen Ort der Freilassung auch mit dem Jagdausübungsberechtigen Stillschweigen vereinbart. Allerdings sei er auf deutschem Boden ausgesetzt worden, so die Fachstelle Wolf.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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