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Gnade für Rinderschützen

Laut dem Jäger war die Kuh hinter dem Bewuchs nicht zu sehen (Symbolbild).


Der Mann hatte bei einem Ansitz als Jagdgast in der Nähe von Rinteln (Niedersachsen) ein Stück Schwarzwild gefehlt und ein für ihn nicht sichtbares Rind tödlich getroffen. Die Untere Jagdbehörde der Stadt Bielefeld, die für ihn zuständig ist, nahm dem Schützen daraufhin im Herbst 2016 seinen Jagdschein für drei Jahre ab. Begründung für die Maßnahme: Seine Zuverlässigkeit sei nicht mehr gewährleistet, da er nicht ausreichend auf Kugelfang geachtet hätte.

Gegen den Einzug klagte der Bielefelder jetzt. Wie eine Sprecherin des Verwaltungsgerichts Minden gegenüber jagderleben bestätigte, gaben die Richter noch vor Beginn der mündlichen Verhandlung den Hinweis an die Behörde weiter, dass dem Kläger keine grundsätzliche „Leichtfertigkeit“ auch für die Zukunft unterstellt werden könne. Grund dafür sei die mangelnde Beweislage, da es sich um einen Einzelfall gehandelt habe. Ohne Verfahren zog das Amt daraufhin den Bescheid zurück und der Mann bekam seinen Jagdschein wieder. Dem Bauern hatte er den entstandenen Schaden bereits erstattet.


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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