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Glyphosat: Verbot in Deutschland ab 2023

Ende 2023 soll in Deutschland Schluss mit Glyphosat sein. © hykoe - stock.adobe.com
Ende 2023 soll in Deutschland Schluss mit Glyphosat sein.

Zum 31. Dezember 2023 wird die Verwendung des Unkrautmittel Glyphosat in Deutschland verboten. Das hat das Bundeskabinett gestern in Berlin beschlossen. An dem Stichtag läluft auch die Genehmigung inklusive Übergangsfrist der EU aus, wie die dpa meldet. Der Wirkstoff Glyphosat wurde 1974 unter den Namen „Roundup“ in Deutschland zugelassen und ist eines der meist verkauften Unkrautvernichter.

Ab 2020 erste Einschränkungen bei Glyphosat-Einsatz

Bereits ab dem nächsten Jahr will das Bundeskabinett die Anwendung des Herbizids deutlich einschränken. So soll die Verwendung für Haus- und Kleingärten sowie für öffentliche Flächen verboten werden. Auch die Anwendung vor der Ernte soll den Landwirten untersagt werden.

Glyphosat ist seit Jahren umstritten. Naturschützer halten das Mittel schädlich für die ökologische Vielfalt, auch eine potentiell krebserregende Wirkung wird immer wieder debattiert. Glyphosat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Phosphonate und ist Hauptbestandteil mehrerer Breitband- und Totalherbizide. Es tötet alle behandelten Pflanzen, mit Ausnahme von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen ab. Anders als andere Herbizide weist Glyphosat eine niedrigere Toxizität bei Tieren auf. Das Verbot ist Teil eines Programms zum Insektenschutz.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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