Home News Gleich acht Mal zugeschlagen

Gleich acht Mal zugeschlagen

Eines der gerissenen Kitze. Foto: Thomas Schröder © Thomas Schröder

„Im Schnitt hatten wir seit April diesen Jahres alle zwei bis drei Wochen ein gerissenes Reh“, so der Pächter Thomas Schröder gegenüber jagderleben. Die Kadaver fand man entlang von Wegen in der Nähe eines Gestüts. Der Ort ist bei Hundehaltern aus der Region äußerst beliebt, um sich und ihren Vierbeinern ausreichend Auslauf zu gönnen.
Am Anfang hielt Schröder das Auftreten einzelner toter Stücke noch für „normal und unauffällig“. Als die Zahl sich jedoch recht schnell auf vier erhöhte, wurde er stutzig. Mittlerweile sind es allein in seinem Revier sieben Stücke, wenige Meter hinter der Grenze lag außerdem ein weiteres beim Nachbarn. Bei einigen Tieren konnte die Todesursache aufgrund der eingetretenen Verwesung und wegen Aasfressern nicht mehr sicher auf Hunde zurückgeführt werden. Ein Veterinär hatte bei der Untersuchung eines Jährlingsbocks aber festgestellt, dass Füchse erst nach Eintritt des Todes angeschnitten hatten.
Schröder und der zuständige Revierförster Richard Nikodem machen mittlerweile verstärkt Revierfahrten, um dem oder den Tätern auf die Schliche zu kommen. Außerdem sprechen sie gezielt Spaziergänger an und machen diese auf die Geschehnisse aufmerksam. Bisher würden alle durchweg positiv reagieren und die Informationen an andere weitergeben. Verdachtsmomente bestünden, es gäbe jedoch noch keine Beweise. Schuldig seien laut Förster und Revierinhaber sowieso nur die Besitzer der wildernden Haustiere. Die Reviernachbarn sind über die Vorfälle unterrichtet und werden Fallwild mit unbekannter Todesursache zur Untersuchung geben.
RW