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Giftkanone gegen Katzen

Das ist die neuartige Falle, die Gift auf Katzen schießt. Foto: SBS/youtube


Derzeit sind auf dem Kontinent mehr als 100 heimische Arten bedroht. Vor allem kleinen Säugetieren, Reptilien und Bodenbrütern setzen verwilderte Hauskatzen stark zu. Zum Schutz der Artenvielfalt entschied sich das australische Umweltministerium im vergangenen Jahr die Katzenbestände zu reduzieren – bis 2020 um mindestens zwei Millionen Tiere. Die Bekämpfungsmaßnahmen konzentrieren sich vorerst auf Schutzgebiete, weshalb sich Halter nicht um ihre Haustiere sorgen müssten, hieß es. Aufgrund des Gewöhnungseffekts sei der Erfolg mit konventionellen Köderfallen zu gering. Nun soll es eine sensorgestützte Giftfalle lösen. Die Entwickler nutzen dabei den Putzinstinkt von Katzen. Audio-Dateien, die Laute von Beutetieren und Artgenossen imitieren, locken die Räuber an. Erfasst die Falle ein Tier, vermessen Infrarotsensoren Größe und Beinabstand. Stimmen die Daten mit den Maßen der Zielart überein, löst die Falle aus und schießt einen bis zu vier Meter weiten Giftstrahl ins Fell der Samtpfote. Da sich diese anschließend putzt, gelangt das Mittel in den Organismus und tötet ihn. Bei dem Gift handelt es sich um natürliche Toxine, die für die meisten endemischen Arten ungefährlich seien. Bis zu 20 Ladungen Gift kann die Falle abfeuern. Solarbetrieb gewährleistet eine Betriebsdauer über mehrere Monate.
Nach erfolgreichen Feldversuchen, planen die Konstrukteure die Funktionen weiter zu optimieren. 430.000 Dollar hat die sieben Jahre lange Entwicklungsphase gekostet.
MH
In diesem Clip (englisch) sehen Sie, wie die Falle funktioniert.