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Gewinner und Verlierer bei den Zugvögeln

Die Vogelwelt des Wattenmeers ist reich an Arten und Individuen. Foto: Georg Quedens


Die Besätze der Zugvögel im Wattenmeer haben sich in den vergangenen rund 20 Jahren zum Teil erheblich verändert. Bei manchen Arten wie Sanderling, Weißwangengans oder Löffler hätten die Besätze stark zugenommen, teilte das Internationale Wattenmeersekretariat mit. Zum Teil habe sich deren Anzahl mehr als verdoppelt.
Andere Vogelarten, zum Beispiel Seeregenpfeifer, Austernfischer oder Kampfläufer, hätten hingegen Besatzeinbußen von bis zu 75 Prozent zu beklagen. Als eine mögliche Ursache vermuten Ornithologen Klimaänderungen, durch die sich die Zusammensetzung des Sediments bestimmter Bereiche im Wattenmeer verändert haben könnte. Besonders Arten, die ihre Nahrung auf Wattflächen suchen, seien betroffen. Deren Populationen seien in Dänemark und den Niederlanden stabil geblieben, in Schleswig-Holstein und Niedersachsen seien sie dagegen gesunken. Bei Vogelzählungen in den letzen 20Jahren waren 34 Arten im Wattenmeer erfasst worden. Während bei 20 Arten die Besätze zunahmen, ist bei 14 Vogelarten ein negativer Trend zu beobachten. Dies sind besonders Arten, die in Nord-, Zentral- oder Westeuropa brüten und überwintern. DPA