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Geweihe zersägt

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Samstag, 03.09.2016 - 02:10
Kann das Verwerten eines Erinnerungsstücks verwerflich sein? Foto: Martin Ruffert © Martin Ruffert

Wie eine Umfrage der "unsere Jagd" ergab, werden in der Mehrzahl der neun deutschen Nationalparke mit Schalenwildvorkommen die Trophäen als Landeseigentum einbehalten und „entwertet“ (abgesägt), wie es im „Nationalparkdeutsch“ heißt. Einige Verwaltungen überlassen grundsätzlich den Erlegern ihre Trophäe, andere erlauben deren Präparation, wenn diese außerhalb der Dienstzeit erfolgt.

Eine ziemlich bizarre Vorschrift hingegen stellt die Ost-West-Regelung im Nationalpark Harz dar. Demnach müssen Trophäen von vierjährigen und älteren „West-Hirschen“ im niedersächsischen Teil des Parks zur Geweihschau vorgezeigt werden. Die Stangen der zwei und dreijährigen Hirsche werden abgesägt. Für „Ost-Hirsche“ im sachsen-anhaltinischen Parkteil besteht keine Vorzeigepflicht. Alle Stangen werden unmittelbar nach der Erlegung abgesägt.
Werden die Trophäen durch die Nationalparks verwertet? Ja, zumindest weitestgehend. Was davon zu halten ist und wie das im Detail aussieht, erfahren Sie in einem Beitrag in der aktuellen unsere Jagd 9/2016.

Reinhard Schneider