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Gewachsene Einheit

Ortstermin: Die Besuchergruppe vor den Almhütten in der "Eng". Foto: JMB © JMB

In Vorderriß begrüßte Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbands (BJV), die Abgeordneten mit dem Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CSU, Alexander König, und Albert Füracker (CSU), Vorsitzender des Landwirtschaftsausschusses des Bayerischen Landtags, an der Spitze. Anschließend ging es mit dem Bus über Hinterriß und den einzigartigen Ahornboden bis ans Ende des Tales in die sogenannte "Eng" auf Tiroler Gebiet.
Während der Fahrt schon erläuterte Almbauern-Obmann Karl Höger den Gästen wie das Zusammenspiel von Waldbewirtschaftung, Almwirtschaft und Wildbewirtschaftung diese grandiose Landschaft geprägt hat. Er machte dabei auch deutlich, dass die Almbauern in der Eng ohne den Tourismus im Karwendel nicht überleben könnten. Direktvermarktung heißt hier das Zauberwort. Auf welch hohem Niveau die Enger Almbauern die von ihnen erzeugte Milch weiterverarbeiten und als Käse oder in anderer Form direkt vor Ort dem Kunden anbieten, davon konnten sich die Parlamentarier beim Besuch der dortigen Käserei und des angeschlossenen Verkaufsraumes überzeugen.
Zur Attraktivität dieser Landschaft trägt für den Almbauern-Obmann gerade auch Rot-, Gams- und Rehwild bei: "Unsere Gäste wollen gerne Wildtiere sehen, wenn sie zu uns kommen – und wir selber freuen uns auch, wenn wir zum Beispiel einen starken Hirsch zu Gesicht bekommen. Eine Konkurrenz sehen wir im Wild nicht", stellt Höger klar.
Dass die Bergjagd, harte Arbeit und mit dem Waidwerk im Flachland nicht zu vergleichen ist, davon berichtete der dortige Jagdpächter den Volksvertretern. Dies gelte es bei den Diskussionen um Wald und Wild im Gebirge zu bedenken. JMB