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Getreide belasteter als Wildbret

Bei der Deformation von Geschossen kann es zur Abgabe von Blei an die Umgebung kommen. Foto: Hartmut Frohnweiler © Hartmut Frohnweiler

Diese Gefährdung geht nämlich nur deshalb von Wildbret aus, da bereits die Bleiaufnahme über die Grundnahrungsmittel hoch ist. So heißt es in dem Papier: "Für die Mehrzahl der Verbraucherinnen und Verbraucher (...) wird das Risiko einer Gesundheitsgefährdung durch Blei in Wildbret als vernachlässigbar eingeschätzt."
Warum also diese Panikmache, fragt sich nicht nur der DJV, der das Thema in einer Pressemeldung aufgreift. Zumal die zitierte Studie schon im Dezember 2010 vom BfR veröffentlicht wurde. Durch klassische Interpretationsfehler, wie zuletzt in einem Videobeitrag im öffentlich, rechtlichen Fernsehen (siehe Link unten), werden die Kernaussagen des Textes einfach weggelassen: "Die zusätzliche Bleiaufnahme über Wildfleisch ist bei diesen Mengen – im Durchschnitt verzehrt der deutsche Verbraucher im Jahr zwei Gramm pro Tag – gegenüber der Aufnahme über Getränke, Getreide, Obst und Gemüse toxilogisch unbedeutend." Wo besteht also Handlungsbedarf, zumal die Jägerschaft seit Jahren versucht zusammen mit verschiedenen wissenschaftlichen Instituten bleifreie Geschosse stetig zu verbessern, um den Bleieintrag in die Natur möglichst gering zu halten. Nach Ansichten vieler Jäger wird dadurch bereits die Vorreiterrolle eingenommen. BS
Zum Videobeitrag des NDR geht es HIER.

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Studie des BfR 2010 [PDF, 720 kb]