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Getöteter Hund in Sachsen: Es war ein Wolf!

Der getötete Berner Sennenhund in Sachsen wurde nachweislich von einem Wolf getötet. © Erich Marek/fotoak80 - stock.adobe.com
Der getötete Berner Sennenhund in Sachsen wurde nachweislich von einem Wolf getötet.

Wochen nach dem ein Berner Sennenhund in Sachsen getötet und zu großen Teilen aufgefressen wurde, steht nun das Ergebnis der Untersuchung fest. Die Fachstelle Wolf Sachsen bestätigte gegenüber der Redaktion, dass in der Gemeinde Weißkeisel (Landkreis Görlitz) nachweislich ein Wolf einen Haushund getötet habe. Dies ergaben genetische Untersuchungen an den Überresten des Vierbeiners. Die Ergebnisse bestätigten damit die ersten Vermutungen der Experten.

Wolf stammt wahrscheinlich aus Polen

Es handelt sich bei dem Täter um einen männlichen Wolf, der genetisch mit dem westpolnischen Wymiarki-Rudel verwandt ist. Der Rüde wurde bereits im Frühjahr anhand eine Kotprobe genetisch nachgewiesen. Zu dieser Zeit hielt er sich auf dem Territorium des sogenannten Daubitzer Rudels auf.

Der Leitrüde des Daubitzer Rudels tötete 2018 eine deutsche Bracke auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz. Auf Nachfrage der Redaktion, was mit diesen Rüden mittlerweile sei, entgegnete die Fachstelle Wolf, dass man davon ausgehe, dass dieser Wolf lebt. 2018 wurde er zuletzt genetisch nachgewiesen. Aktuelle genetische Nachweise seien jedoch noch nicht alle ausgewertet.

Laut Fachstelle Wolf gab es seit dem Vorfall kein auffälliges Verhalten von Wölfen mehr in Weißkeisel. In dem Ort waren bereits vor zwei Jahren Hunde durch einen Wolf getötet worden, der später entnommen wurde, da er stark mit Räude infiziert war. Auch dieser entstammte wahrscheinlich dem polnischen Wymiarki-Rudel. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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