Home News Gestohlener Jagdhund: Ein Schweizer Jäger gibt nicht auf

Gestohlener Jagdhund: Ein Schweizer Jäger gibt nicht auf

Die Hündin mit der charakteristischen Fellfärbung ist nach wie vor vermisst. © Heinz Steger

Über ein Jahr hofft der Zürcher Jäger Heinz Steger bereits auf ein Lebenszeichen von seiner „Iluq“ – dass die Foxterrier-Hündin noch lebt ist für ihn jedoch ganz klar. Am 28. Dezember 2017 waren Steger und „Iluq“ gemeinsam auf einer Gesellschaftsjagd. Nur eine Viertelstunde vor Abblasen der Jagd wurde der Hund zu letzten Mal gesehen, seitdem ist er wie vom Erdbeben verschluckt. Gleichzeitig mit dem Verschwinden schaltete sich auch der Ortungssender am Halsband ab – bei voll geladenem Akku.

Mit dieser Suchmeldung sucht Franz Steger verzweifelt nach seinem Hund. © Steger

Mit dieser Suchmeldung sucht Franz Steger verzweifelt nach seinem Hund.

Jäger campierte wochenlang am Ort des Verschwindens

Mit über 20 Freunden durchkämmte Steger zwei Tage lang den ganzen Wald. Mit der Kanalkamera aus seiner Bauspenglerei suchte der Trupp Entwässerungs- und Kanalrohre nach dem vermissten Jagdhund ab. Mit ausgebildeten Suchhunden kontrollierte er die Fuchsbauten, sogar ein Bluthund kam zum Einsatz. Ohne Erfolg.

Mit Drohnen und Wildkameras versuchte er es weiter, nebenbei liefen die Anfragen bei Tierärzten und Tierheimen. Über Wochen campierte das Herrchen am Ort des Verschwindens. Mittlerweile gibt es nur noch eine vernünftige Erklärung für Heinz Steger: „Der Hund wurde gestohlen.“

Vieles spreche dafür, dass der Hund in einem Auto mitgenommen wurde. Wo er gelandet sein könnte, ist völlig unklar. Für Hinweise die zum Auffinden der Hündin führen hat Steger die Belohnung auf 3.000 € erhöht. Markante Hinweise bei der Hündin: Der schwarze Fleck auf ihrem Rücken erinnert von oben an ein Herz, oder einen Apfel. Um die Rute ist sie braun.

Jedes Jahr 4.000 vermisste Hunde und Katzen beim Münchner Tierheim gemeldet

Knapp 4.000 Hunde und Katzen werden jedes Jahr in der Vermisstenstelle des Münchner Tierheims gemeldet. Der größte Teil kann den Besitzern zurückgebracht werden. Gut zehn Prozent davon sind jedoch Diebstähle – so die Leiterin der Vermisstenstelle Eveline Kosenbach gegenüber „Hallo München“. Besonders beliebt bei den Dieben sind wertvolle Rassehunde, zu denen auch die Jagdhunde gehören.

Deutscher Jagdverband und Jagdgebrauchshundverband unterstützen die Suche

Die Facebook-Seite „Jagdhund vermisst“ hilft bei der Suche nach vermissten Jagdhunden. Der Deutsche Jagdverband hat in Kooperation mit dem Jagdgebrauchshundverband das Projekt ins Leben gerufen. Die Seite wird täglich aktualisiert. Betroffene können sich unter jagdhund-gefunden@jagdverband.de melden. CL


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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