Home News Gesprächsergebnisse auf den Kopf gestellt

Gesprächsergebnisse auf den Kopf gestellt

Wildernde Hunde stellen für das Wild eine ernste Gefahr dar. Foto: Erich Marek © Erich Marek

Mit Befremden hat die Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) auf eine Pressemitteilung des Umweltministeriums reagiert, die dieses nach einem Runden Tisch, der von Umwelt-Staatssekretär Klaus Borger moderiert wurde, in Umlauf gebracht hat.
Darin heißt es: "Die Vertreter der Jagdverbände haben bei einer Reihe von tierschutzrelevanten Themen Kompromissbereitschaft signalisiert. Von einem völligen Verzicht auf Haustierabschüsse, Fallenjagd und die Ausbildung von Jagdhunden an der lebenden Ente und dem Fuchs, bis hin zu deutlichen Einschränkungen der bisherigen Praxis reichten die Vorschläge der Jagdverbände."
Die VJS kritisiert diese Formulierungen und bezieht sich weiterhin auf Ihre bekannte Stellungnahme gegenüber dem Ministerium. Insbesondere muss die Ausbildung von Jagdhunden hinter der lebenden Ente als auch die Schliefenanlage erhalten bleiben. Man könne sich jedoch vorstellen, dass der Abschuss von wildernden Hunden und Katzen nur noch von einem eingeschränkten Personenkreis durchgeführt werden darf. Bei der Ausübung der Fallenjagd kann man sich eine Zusatzqualifikation als Voraussetzung vorstellen, das hieße, die bisher freiwilligen Fallenkurse würden zur zwingenden Voraussetzung werden.
Von weitreichenden Zugeständnissen kannalso keine Rede sein, so die VJS.der Verbandbezeichnet die Pressemitteilung als absolute "Minderheitenmeinung", die noch nicht einmal von dem Vorsitzenden des "Minderheitenverbandes ÖJV" selbst geteilt werde. "Diese Pressemitteilung ist reine Propaganda und einer demokratischen Regierung unwürdig", sagt dazu Landesjägermeister Andreas Schober. BHA

Bild: Sind Rehe im Saarland bald "schutzlos"? Wer schützt das Wild vor wildernden Haustieren, wenn die entsprechende Jagdschutzbefugnis für die Jäger wegfällt? (Foto: Erich Marek)