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Geschlagen und entwaffnet

Weil ein freilaufender Hund einen Hasen hetzte, gab es Ärger zwischen Jäger und Halter (Symbolbild). Foto: M. Breuer


Am Mittwochabend (12. August) ließ eine Spaziergängerin ihren Vierbeiner unangeleint im Kreis Fürth laufen. Der Hund habe einen Hasen entdeckt, den er prompt zu jagen begann, heißt es in der Polizeimitteilung. Das Geschehen beobachtete ein Jäger vom Hochsitz. Verärgert forderte er die Besitzerin lautstark auf, die Hetzjagd sofort zu unterbinden und ihren Hund anzuleinen. Angeblich habe der Waidmann auch damit gedroht, ihr Tier beim nächsten Mal zu erschießen. Samt Hund sei die Frau dann nach Hause gegangen, ehe sie wenig später in Begleitung ihres Mannes zurückkam. Der Gatte habe nicht lange gefackelt. Er bestieg den Hochsitz, zog den Jäger nach unten, schlug ihm ins Gesicht und entwaffnete den Jäger. Das Gewehr warf der Angreifer in einen naheliegenden Fluss. Als der Jäger die Polizei verständigen wollte, nahm ihm der Mann auch das Handy ab und warf es weg. Mit einem zweiten Mobiltelefon sei es dem Waidmann letztlich dennoch gelungen, die Polizei zu verständigen. Bis zum Eintreffen der Beamten war das Paar aber verschwunden.
Die Polizei ermittelt nun wegen Körperverletzung und weiterer möglicher Verstöße. Die Waffe konnte aus dem Wasser geborgen werden, die Suche nach dem Handy blieb bisher erfolglos.
PM