Home News Gericht verurteilt Rehquäler

Gericht verurteilt Rehquäler

am
Dienstag, 09.06.2015 - 16:26
Verbeißender Bock (Symbolbild). Foto: R. Kaminski © R. Kaminski

Der 76-Jährige hat über einen Zeitraum von etwa 25 Jahren seine Fallen ausgelegt. Jedes Jahr sollen ihm laut Medienberichten rund drei Tiere zum Opfer gefallen sein. Teilweise schnitten seine selbstgebauten Tellereisen, die er im Boden vergrub, den Rehen nur die Läufe ab. Das Linzer Landesgericht hat ihn heute verurteilt: sechs Monate auf Bewährung sowie eine Geldstrafe von 1.620 Euro wegen Tierquälerei und schweren Eingriffs in fremdes Jagdrecht.
Während der Verhandlung gab der Beschuldigte die Taten zu. „Mir ist in Zeiten des Klimawandels ein gesunder Mischwald ein großes Anliegen“, wird er von der „Tiroler Zeitung“ zitiert. Er habe den Jägern immer wieder Verbissschäden gezeigt, doch sie hätten tatenlos zugesehen. Demnach wäre sein Handeln eine „Art der Notwehr“ gewesen. Durch einen anonymen Hinweis waren die Ordnungshüter dem Mann auf die Spur gekommen (wir berichteten hier).
BS

Eine Diskussion zu dem Thema finden Sie hier.