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Gericht erlaubt Schalldämpfer

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Mittwoch, 26.11.2014 - 01:00
Repetierer mit Schalldämpfer: Bald ein gewohntes Bild in Deutschland? Foto: MST © MST
Repetierer mit Schalldämpfer: Bald ein gewohntes Bild in Deutschland? Foto: MST

Der Kläger ist Leiter eines privaten Forstbetriebes und durch seinen Beruf zur Jagd verpflichtet. Doch das sei nicht der entscheidende Grund für die Erlaubniserteilung gewesen. Vielmehr hätten die Gründe, die Jurist Klaus Haischer vorbrachte, das Gericht überzeugt. Unterstützt wurde er durch ein Gutachten des Bundeskriminalamtes. Demnach gibt es keine Deliktrelevanz für jagdliche Langwaffen mit Schalldämpfern. Weiter befürworteten zwei geladene Sachverständige die Verwendung von Schalldämpfern. Es wurde bestätigt, das Lärm an der Quelle und nicht am Ohr zu beseitigen ist. Ein Kapselgehörschutz wird schließlich im Urteil (AZ 1 K 2227/13) nicht als gleich geeignet angesehen wie ein Schalldämpfer.
Der Jurist Klaus Haischer ist selber Jäger, ist 2. Vorsitzender des Ökologischen Jagdverbands Baden-Württemberg und Mitglied im Landesjagdverband. Seiner Meinung nach können nun alle Jägerinnen und Jäger diese Entscheidung nutzen und eine „Flüstertüte“ für sich beantragen.
BS


Das Urteil im PDF-Format finden Sie hier.