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Gerangel auf dem Hochsitz

Am Landesgericht Ried trafen sich ein Jäger und ein Radfahrer nach einer Rangelei auf dem Hochsitz wieder (Symbolbild).


Das Landesgericht Ried (Ried im Innkreis/ Österreich) befasste sich am Dienstag den 30. Oktober mit einem ungewöhnlichen Streitfall zwischen einem Jäger und einem Mountainbiker. Dem angeklagten Radfahrer wurden laut Gerichtsakten Nötigung und Sachbeschädigung vorgeworfen. Im Juni diesen Jahres war der 35-Jährige mit dem Mountainbike auf einem Feldweg unterwegs. Diesen verließ er immer wieder um über die Wiese zu fahren. Der Jäger der in der Nähe auf einem Hochsitz ansaß filmte die Aktion.

Zu den weiteren Vorkommnissen gehen die Aussagen der beiden Beteiligten den „OÖNachrichten“ zufolge jedoch weit auseinander. Der Beschuldigte gibt an, er sei zu dem Jäger auf den Hochsitz gestiegen um ihn aufzufordern das Video zu löschen. Er habe ihm das Gerät aus der Hand genommen und anschließend vor dem Hochsitz abgelegt. Zu Gewalt sei es nicht gekommen. Dem Jäger zufolge habe er ihm das Handy entrissen und im Anschluss zerstört. Er habe lediglich vorgehabt die Aufnahme dem Jagdleiter zu zeigen.

Die beiden Streithähne sind Großcousins und Nachbarn, wobei der Angeklagte in der Verhandlung verkündete sein Haus verkauft zu haben um weiteren Streitereien zu entgehen. Vor Gericht einigten sich die Parteien auf eine Diversion. Der Angeklagte muss 800 Euro Bußgeld entrichten. CL


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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