Home News Gepflockten Bock erlegt

Gepflockten Bock erlegt

Hegeabschuss: Dieser Bock wurde nach monatigem Nachstellen erlegt. Foto: Christian Kripp © Christian Kripp
Unterhalb der Wirbelsäule drang der Ast ein, die Rippen sind verschoben. Foto: Christian Kripp © Christian Kripp

Unterhalb der Wirbelsäule drang der Ast ein, die Rippen sind verschoben. Foto: Christian Kripp

Christian Kripp aus Straubing hat uns von seinem wohl einmaligen Erlebnis berichtet. Ende Januar hatte er den Rehbock das erste Mal auf einer Fotofallen-Nachtaufnahme gesehen. Etwas Komisches war auf dem Bild zu sehen, aber da die Qualität nicht die beste war, konnte er nicht eindeutig erkennen, was das Tier da in sich trägt.
Rund acht Wochen später machte die Wildkamera dann erneut Aufnahmen von dem Bock, und diesmal bei Tageslicht. Kripp erkannte darauf einen Besenstiel ähnlichen Gegenstand, der dem ungeraden Sechser aus der Flanke ragte. Daraufhin zeigte er die Fotos dem für ihn zuständigen Förster. Zusammen kamen sie zu dem Ergebnis, dass das Tier schnellst möglich erlegt werden müsse. Doch der Bock ließ sich nicht mehr blicken.
Am vergangenen Mittwoch (21. Mai) gelang der Abschuss schließlich: „Angewechselt kam er ganz normal,“ berichtete Kripp im Gespräch mit jagderleben. Beim Aufbrechen dann das Ausmaß der Verletzung: „Das Ende des drei Zentimeter dicken Astes ragte bis in die Mitte des Brustkorbes hinein und war unterhalb der Wirbelsäule eingedrungen. Ein acht Zentimeter großes Stück davon steckte in der Lunge und ist vermutlich zuvor im Blattbereich abgebrochen. Die Lunge war teilweise mit dem Brustkorb verwachsen,“ so Kripp. Wie es zu dieser Verletzung kommen konnte, kann sich weder der Jäger, noch der Förster erklären. Aufgebrochen wog der Jährling 10,5 Kilogramm. Im Vergleich schwaches Stück, da Böcke mit deutlich über 20 Kilogramm in dem Revier keine Seltenheit sind.
BS