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Gemeinde befreit Jagdhunde von Steuern

Bei keiner Art von Wasserjagd darf der brauchbare Verlorenbringer fehlen. Seine Arbeit im tiefen, harten Schilfwasser macht ihn zu einem unersetzbaren Gehilfen.


Die Gemeinde Kirchzarten in Baden-Württemberg befreit Jagdhunde von der Hundesteuer. Dies hat der Gemeinderat in einer Sitzung beschlossen, wie die „Badische Zeitung“ berichtet. Begründet wurde dies damit, dass es sich bei den vierbeinigen Jagdbegleitern, ähnlich wie bei Blinden- und Rettungshunden, um Gebrauchshunde handle, die einen bestimmte Aufgabe erfüllen. Außerdem wurde die ehrenamtliche Arbeit der Jäger durch die Steuerbefreiung gewürdigt. Bisher mussten jährlich 90 Euro gezahlt werden.

Eingebracht wurde der Vorschlag von Valentin Platten (CDU). Der 21-Jährige ist selbst Jäger und überzeugte so die Mehrheit des Gemeinderats. Für Jagdhunde, die entsprechend ausgebildet sind, muss nun nichts mehr bezahlt werden. Einzig die Ratsmitglieder der SPD stimmten gegen den Beschluss. Aus ihrer Sicht sei es unsozial, denn Jagdhunde würden zu 95 Prozent der Zeit „wie normale Hunde bellen und überall ihren Dreck hinterlassen“.


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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