Home News Geld für Rüdemänner

Geld für Rüdemänner

am
Sonntag, 10.05.2015 - 02:10
Der Fonds hilft im Falle eines verunfallten Jagdhundes. Foto: W. Lampe © W. Lampe
Der Fonds hilft im Falle eines verunfallten Jagdhundes. Foto: W. Lampe

Seit diesem Jahr bekommen Hundeführer in Tirol Zuwendungen vom Verband. Als Anerkennung für ihre in vielen Fällen revierübergreife Arbeit, hat der Vorstand des Tiroler Jägerverbandes (TJV) beschlossen, einen Unterstützungsfonds einzurichten. Dem Fonds wird jährlich ein Euro pro Verbandsmitglied aus dem Mitgliederbeitrag zugeführt.
Grundsätzlich besteht der Anspruch, wenn der Hund im Jagdeinsatz zu Schaden kommt oder getötet wird. Weiterhin gelten spezielle Voraussetzungen:
  • Die Jäger müssen eine gültige Tiroler Jagdkarte gelöst haben.
  • Es muss sich um einen Jagdhund gemäß ÖJGV, mit gültigen FCI-Papieren handeln.
  • Der Unfall muss im Zuge der Jagdausübung im Bundesland Tirol passiert sein.
  • Der genaue Unfallhergang muss vom Besitzer unter Beilage der notwendigen Bescheinigungsmittel, die den Unfallhergang detailliert beschreiben, dokumentiert sein.

Das Verfahren:
  • Zuwendungen gibt es ausschließlich aufgrund einer Antragstellung durch den Besitzer.
  • Ein ausgefülltes Antragsformular inkl. der Bescheinigungsmittel (Dokumentation) über den Unfallhergang ist bei der Geschäftsstelle des TJV einzubringen.
  • Die Anträge werden zum Jahresende gesammelt.
  • Die Anspruchsvoraussetzungen werden von der Geschäftsstelle geprüft. Im Falle eines Missbrauchsverdachts erfolgt die Einbindung des Jagdhundereferenten.
Die Leistungen bei Verenden und im Falle des Kaufes eines neuen Jagdhundes:
  • Max. EUR 500,– bei Kauf eines neuen Jagdhundes gemäß ÖJGV mit FCI-Papieren.
  • Weitere max. EUR 500,– gibt es bei bestandener Anlagenprüfung.
  • Weitere max. EUR 150,– bei Erreichen der Zuchtbefähigung (Rüde und Hündin) gemäß den Richtlinien des jeweiligen Vereines.
  • Ersatz für Schweißhunde oder auf der Schweißfährte geprüfte Gebrauchshunde erhalten die Geschädigten von der Nachsuchenstation. Der Hund muss jedoch bei dieser eingetragen und in dessen Auftrag eingesetzt worden sein. Die Ersatzleistung ist nach oben mit dem Anschaffungspreis für einen Welpen begrenzt.
  • Wird ein im Zuchtwesen aktiv eingesetzter Jagdhund bei der Jagdausübung getötet, gebührt dem Geschädigten über dessen Antrag aus den Mitteln des Jagdhundefonds Ersatz. Dieser ist nach oben mit einem Betrag von EUR 1000,– begrenzt.
Bei Verletzung des Jagdhundes und der notwendigen Behandlung durch einen Tierarzt:
  • Max. EUR 150,– als Beitrag zu den Behandlungskosten.
Die Auszahlung erfolgt soweit der Fonds ausschöpfbar ist bis zur jeweiligen Maximalhöhe. Die Geldmittel in einem Jahr nicht komplett aufgebraucht, erfolgt eine Weiterveranlagung für die folgenden Jahre.
TJV