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Geld oder Anzeige!

Dank einer satten Zahlung hat der NABU eine Klage gegen einen Windpark zurückgezogen. Foto: Steffen Recke/pixelio.de © Steffen Recke/pixelio.de

Dem Bericht zufolge wussten sich die Betreiber eines Windparks (HessenEnergie) nicht anders zu helfen und zahlten. Verluste in Millionenhöhe waren bereits entstanden, denn die Klage des NABU (Landesverband Hessen) und das daraus resultierende Urteil des Verwaltungsgerichts legten die Windkraftanlagen in einem kleinen Waldstück bei Gießen lahm. Dann zahlte Horst Mixner, Geschäftsführer von HessenEnergie, auf Anraten der Naturschützer 500.000 Euro an eine Stiftung des NABU: "Wir konnten es uns einfach nicht leisten, dem Vorschlag des NABU nicht zu entsprechen", so Meixner gegenüber der Berliner Zeitung. Die Klage wurde zurückgezogen und die Räder drehten sich wieder. Die Bedenken der Naturschützer schienen wie weggeblasen ebenso der "Korridor der Zugvögel", mit dem der Verband die Stilllegung argumentierte.
Obwohl die Verbandsspitze von NABU-Hessen laut Berliner Zeitung einen Einzelfall beteuerte, hat der Chef des NABU-Kreisverbands Werra-Meißner, Konrad Volkhardt, eine ganz andere Sicht der Dinge: "Wir wollen erreichen, dass etwa eine halbe Million Euro pro kleinem Windpark in eine Umweltstiftung fließen. Dafür würden wir dann auf Klagen verzichten", wird er in dem Bericht zitiert.
Die Windkraftbranche zeigte sich in ersten Reaktionen empört über die "mafiösen Machenschaften" des NABU. Einige erwägen bereits Starfanzeigen wegen Erpressung zu erstatten.
BS

Den vollständigen Bericht der Berliner Zeitung finden Sie hier.