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Gel gegen Borreliose

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Forscher der Ludwig-Maximilian-Universität München, des Leipziger Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie (IZI) und der Züricher Pharmafirma Ixodes testen derzeit ein Gel, das nach Zeckenbiss auf die Einstichstelle aufgetragen wird und Borrelien-Erreger abtötet. Die Borrelien sitzen noch einige Tage nach dem Stich nur in einer rund Zwei-Euro-Münze-großen Region der Haut und vermehren sich, ehe sie mit der Besiedelung des Körpers beginnen. Das drei Tage lang per Gel aufgetropfte Antibiotikum trocknet unter einem Pflaster ein, dringt in die Haut und tötet die Borrelien.
Speziell in den ersten drei Tagen nach dem Stich reicht nach der Zeckentfernung ein lokal aufgetragenes Antibiotikum als vorbeugende Maßnahme. Azithromycin bietet sich hier an. Ein Azithromycin-Gel wurde im Tierversuch getestet, bisher erfolgreich - denn bei allen Versuchstieren verhinderte die Anwendung eine Infektion nach Stichen Borreliose-infizierter Zecken. Auch die ersten Tests an Menschen verliefen positiv. G.G.v.H.