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Gehörne nicht richtig abgekocht: Zoll beschlagnahmt Trophäen

Drei-Reh-Gehoerne © Hauptzollamt Düsseldorf
Drei Rehbocktrophäen wollte der Jäger nach Deutschland einführen.

In Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) hat der Zoll drei Jagdtrophäen von einem 64-jährigen Jäger beschlagnahmt und die Vernichtung angeordnet. Wie das Hauptzollamt Düsseldorf mitteilt, war der Waidmann am 24. Mai von einer Reise aus der Türkei in Düsseldorf gelandet. Bei der Gepäckkontrolle bemerkten die Zöllner einen unangenehmen Geruch aus dem ungeöffneten Koffer. Ein Röntgenbild zeigte dann mehrere Tierschädel im Reisegepäck des Gummersbachers.

Als die Beamten den Koffer öffneten, schlug ihnen ein starker Verwesungsgeruch entgegen, erläutert das Hauptzollamt weiter. Die drei Rehhäupter, die der Jäger aus der Türkei einführen wollte, waren nicht vollständig von Fleisch-, Knorpel- und Geweberesten befreit worden und hatten im Koffer angefangen zu verwesen. Der Waidmann gab gegenüber den Beamten an, dass die Schädel in der Türkei ordnungsgemäß abgekocht worden seien.

REH4 © Hauptzollamt Düsseldorf

Die Trophäen waren nicht vollstädnig von Fleisch- und Geweberesten befreit.

Jäger muss für die Vernichtung aufkommen

Zwar dürfen Rehgehörne aus dem Ausland nach Deutschland eingeführt werden, jedoch nur dann, wenn diese „fachmännisch behandelt“ wurden. Denn „um ein Einschleppen von Tierseuchen in die Europäische Union zu vermeiden, ist das Mitbringen von Fleisch und Milch sowie daraus hergestellter Erzeugnisse aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) grundsätzlich untersagt.“ Da sich an den Schädeln noch Fleischreste befanden, wurden die Trophäen zur Verhinderung der Einschleppung von Tierseuchen durch den Zoll sichergestellt. Sie sollen nun vernichtet werden. Der Jäger muss für die Kosten aufkommen. „Uneinsichtig über die durchgeführte Maßnahme gab der Jäger an, diesbezüglich seinen Anwalt zu informieren, was allerdings die Durchführung der Maßnahme nicht beeinflusste“, so das Hauptzollamt Düsseldorf.


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