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Gehetzt - befreit - verendet

Ohne Chance auf ein Entkommen, war das Kitz den Stromschlägen des Weidezauns ausgesetzt. Foto: Hans-Walter Becker


Hans-Walter Becker hatte seinen Hund nach einem Spaziergang bei Bünde (Kreis Herford) gerade ins Auto verladen und wollte noch zwei Gänse fotografieren, als ihn Tiergeräusche aufschreckten. Sofort machte sich Becker auf den Weg zu einer Weide. Dort angekommen fand er neben blökenden Schafen auch ein im Elektrozaun verfangenes, klagendes Bockkitz. Unverzüglich machte sich der Spaziergänger deshalb daran, das Tier aus dem unter Strom stehenden Gefelcht zu befreien - mit Erfolg. Während der Rettungsaktion bekam Becker jedoch selbst einige Schläge ab.
Die gute Tat gab allerdings nur bedingt Anlass zur Freude, denn kurz nachdem er den Jagdpächter informiert hatte, verstarb das Reh. Becker geht davon aus, dass das Kitz kurz zuvor von freilaufenden Hunden aufgeschäucht und dabei in den Weidezaun getrieben wurde. Diese Vermutung soll Becker auch von einer anderen Spaziergängerin und dem Jagdpächter bestätigt bekommen haben.
RW