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In Gehege: 13 Wildschweine plötzlich tot

Afrikanische Schweinepest ausgeschlossen

Innerhalb von nur drei Tagen verendeten die 13 Wildschweine im Wildgehege (Symbolbild).


Die Wildschweine verendeten vergangene Woche innerhalb von nur drei Tagen, ohne dabei besondere Krankheitssymptome zu zeigen. Die erste Befürchtung, dass sich die Tiere mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) angesteckt haben, wurde bereits vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen (LGL) überprüft.

"Das war das Erste, was untersucht wurde und ist definitiv als Todesursache ausgeschlossen", erklärt der für das Gehege zuständige Mitarbeiter Gerhard Steiniger von den Bayerischen Staatsforsten gegenüber jagderleben erleichtert. Denn erst vor einer Woche wurde die Ausbreitung der ASP nach Tschechien bekannt.

Wildgehege vorerst geschlossen

Die tatsächliche Todesursache des Keilers, der zwei Bachen und der zehn Frischlinge ist allerdings noch nicht bekannt. Sie wird aktuell noch vom LGL ermittelt. In einer ersten mündliche Aussage gegenüber dem Forstamt wird von einer Atemwegserkrankung (Actinobacillus pleuropneumoniae), kurz APP ausgegangen. Diese kann innerhalb von wenigen Stunden tödlich sein. Allerdings lässt sie sich mit Antibiotika behandeln - dies wurde auch bei den überlebenden Sauen im Gehege gemacht.

Wie die Krankheit in das Gatter kam, ist ebenfalls noch ein Rätsel. Denn das Schwarzwild ist durch einen dreifachen Zaun von freilebenden Tieren abgeschottet und auch Besucher haben keinen direkten Zutritt. Bis das Untersuchungsergebnis vorliegt, bleibt der Wildpark daher bis auf weiteres geschlossen.


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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