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Gegen Monokulturen und Artenschwund

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Freitag, 25.03.2011 - 01:03
Foto: Maismonokultur mit Biogasanlage. Foto: Sigurd Dietrich © Sigurd Dietrich

Zum Auftakt der Nachhaltigkeitstage vom 24.-26. März 2011 in Bremen, plädiert die Landesjägerschaft Bremen (LJB) für nachhaltige Flächennutzung und spricht sich gegen Monokulturen aus. In einer Pressemitteilung der Jägerschaft heißt es; Das Klima verändert sich, der Verkehr wächst, der Ernährungsbedarf steigt und über mehr Energie-Gewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen wird intensiv diskutiert. Künftig wird es darum eine stärkere Konkurrenz um Flächen geben um gleichzeitig die Menschen zu ernähren, Biomasse und Treibstoffe zu erzeugen und uns beispielsweise vor Hochwasser zu schützen.
"Dabei wird schon jetzt auf die Bedürfnisse der Natur und der freilebenden Tierwelt vielfach zu wenig Rücksicht genommen", sagt Thomas Dürr von der LJB. An Ölpflanzen und für die Produktion von Biomasse bauen Landwirte derzeit vorwiegend Raps und Mais an. In weiten Teilen Deutschlands sind so in den vergangenen Jahren gigantische Monokulturen entstanden, für die Wiesen umgebrochen wurden und auf denen intensiv Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. "Dies führt zum Verlust der lokalen Artenvielfalt und zu massiven Wildschäden. Deshalb ist wichtig, dass wir abwechslungsreiche Kulturen und Fruchtfolgen erhalten", betont Dürr. Dies könne durch die verstärkte Anlage von Blühstreifen und die Ansaat einjähriger, zweijähriger und ausdauernder Wildpflanzen zur Biogasproduktion als Alternative zum Mais geschehen. PM