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Gegen Elfenbein-Wilderei

Wilderer mit einem Stoßzahn. Foto: Brent Stirton/NG © Brent Stirton/NG

Wildtierkriminalität soll in allen beteiligten Staaten als schweres Verbrechen eingestuft und die internationale Zusammenarbeit bei der Strafverfolgung intensiviert werden. In den asiatischen Zielmärkten sollen Aufklärungskampagnen die Nachfrage nach Elfenbein senken. In Afrika wird die lokale Bevölkerung stärker am Schutz der Elefanten beteiligt. „Die Konferenz hat konkrete Verbesserungen für die Elefanten in Afrika erreicht. Das gemeinsame Vorgehen aller Beteiligten ist ein gutes Zeichen“, meinte Bundesumweltminister Peter Altmaier zum Ergebnis des Gipfels, den Deutschland mit angeregt hatte.
Über Elefantenjagd zu reden war tabu, hat das Gastgeberland Botswana doch gerade die Jagd verboten. Der Generaldirektor des Internationalen Rates für die Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC), Tamás Marghescu, merkte in seinem an die Delegierten gerichteten Kommentar kritisch an, dass Vorschläge zur nachhaltigen Nutzung von Elefanten keinen Eingang in den Maßnahmenkatalog gefunden hätten, die Jägerschaft jedoch bereit stehe, den Kampf gegen die Wilderei zu unterstützen. In der Präambel zum Abschlusstext wurde immerhin anerkannt, dass solche Nutzung in der Vergangenheit zum Schutz von Elefanten beigetragen hat.
RDB