+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 193 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 1.12.2020) +++
Home News Geflügelpest in Deutschland nachgewiesen

Geflügelpest in Deutschland nachgewiesen

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Montag, 02.11.2020 - 11:59
Vogelgrippe-Warnschild © Countrypixel - stock.adobe.com
In Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie Schleswig-Holstein wurden infizierte Vögel gefunden.

Bereits Anfang Oktober hatte das Friedrich-Löffler-Institut davor gewarnt, dass das Risiko eines Eintrags der Geflügelpest aktuell hoch sei. Nun wurden die ersten Fälle gemeldet. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) berichtet, sei der Geflügelpest-Erreger des Subtyps H5N8 bei einer Wildente in Hamburg, einem Mäusebussard in Mecklenburg-Vorpommern sowie bei verschiedenen Wildvögeln (Großer Brachvogel, Pfeifente, Wanderfalke) in Schleswig-Holstein nachgewiesen worden. Es würde sich aber derzeit nur um vereinzelte Fälle handeln.

Die Geflügelpest, auch als hochpathogene Influenza-Virus-Infektion (HPAI) bezeichnet, ist eine anzeigenpflichtige Tierseuche. Sie führt bei infzierten Vögeln, sofern diese nicht zu den Reservoirwirten gehören, zum Tod.

Geflügelhalter müssen Biosicherheitsmaßnahmen einhalten

„Die Nachweise von Geflügelpest bei verendeten Wildvögeln im Kreis Nordfriesland sind sehr besorgniserregend. Das gilt grundsätzlich, aber insbesondere auch vor dem Hintergrund der ohnehin angespannten Gesamtsituation durch die Corona-Pandemie. Der Befund ist Anlass für extrem hohe Wachsamkeit im ganzen Land“, sagte der schleswig-holsteinische Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht. Geflügelhalter werden gemahnt, die geltenden Biosicherheitsmaßnahmen konsequent umzusetzen. Zudem werden die Bürger und Bürgerinnen aufgefordert, verendete Wasser- und Greifvögel zu melden.

"Grund zur Sorge aber kein Anlass zur Panik"

In Mecklenburg-Vorpommern wurde aufgrund der Geflügelpest eine Aufstallung in einigen Regionen angeordnet. „Ich bitte die Geflügelhalter, jetzt besonders achtsam zu sein und die Biosicherheitsmaßnahmen peinlich genau einzuhalten. (…)Wildvögeln darf kein Zugang zu Futter, Einstreu und Gegenständen gewährt und Tiere dürfen nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem wildlebende Vögel Zugang haben“, so der mecklenburgische Umweltminister Till Backhaus. Der Ausbruch der Vogelgrippe sei ein Grund zur Sorge aber kein Anlass zur Panik, meint der Minister.

Vögel nicht anfassen

Bislang sie keine Übertragung der in diesen Fällen nachgewiesenen Virustypen H5N8 und H5N5 auf den Menschen bekannt, jedoch sollten tote Vögel nicht angefasst werden, so das BMEL.


Kommentieren Sie