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Bei Gefahr SMS

Schafe sollen schon bald bei Gefahr Mitteilungen versenden können. Foto: Helmut Pieper © Helmut Pieper

In der Schweiz testete der Biologe und Wolfsexperte Jean-Marc Landry in einem Feldversuch moderne Technik zum Schutz vor Wolfsrissen. Dafür wurden zwölf Schafe mit einem Pulsmesser ausgestattet. Danach simulierte Landry mit zwei Tschechoslowakischen Wolfshunden einen Angriff auf die Herde.
Ergebnis: Der Puls der Schafe schnellte von rund 60 auf bis zu 220 Schläge pro Minute hoch. Jetzt soll, so die Vorstellung des Biologen, ein Implantat eine SMS an den Hirten senden. Bereits im kommenden Jahr sei die Technik für den praxistauglichen Einsatz verwendbar. Vor allem Besitzer kleinerer Herden, die keinen Herdenschutzhund einsetzen (in touristischen Gegenden unüblich), können von dieser Neuerung profitieren. Kombinieren will Landry seine Idee mit einem Halsband, das bei Gefahr ein Spray oder ein akustisches Signal abgeben könnte. Ein Prototyp des Abwehrhalsbandes soll zum Herbst fertig gestellt werden, wie die "Thüringer Allgemeine Zeitung" berichtet.
BS