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Gefahr für heimisches Wild

Missgebildetes infiziertes Schaflamm mit verkrümmten Läufen. Foto: Dr. Martin Peters, SVUA Arnsberg © Dr. Martin Peters, SVUA Arnsberg

Die über Mücken und Gnitzen übertragene Seuche verursacht bei verschiedenen Wiederkäuern häufig nur milde fiebrige Erkrankungen. Sind jedoch tragende Tiere befallen, kann der Virus beim Fetus schwere Missbildungen und Störungen des Zentralnervensystems bewirken. Häufig kommt es auch zu Aborten.
Zurzeit ist eine Ausbreitung durch den anhaltenden Frost vorerst eingedämmt. Experten befürchten jedoch, dass – sobald die Temperaturen ansteigen und Mücken wieder ausschwärmen – eine flächendeckende Ausbreitung des Virus' unvermeidbar ist. "Es ist anzunehmen, dass auch Wildtiere befallen werden," teilte eine Pressesprecherin des Landesuntersuchungsamtes Rheinland-Pflaz gegenüber jagderleben.de mit. Deswegen ruft die Behörde alle Jäger auf, während der Brut- und Setzzeiten auf missgebildete oder tote Kitze, Kälber und Lämmer zu achten und diese den zuständigen Landesuntersuchungsämtern zu bringen.
Mittlerweile sind in Deutschland mehr als 250 Fälle bekannt, wobei die Schwerpunkte der Infektionen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen liegen. Insgesamt sind Nutzviehbetriebe in neun Bundesländern betroffen. Am häufigsten wurde die Krankheit bei Ziegen, Schafen und Rindern festgestellt. Das neuste Opfer ist ein Bison-Fetus aus Rheinland-Pfalz. BS