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Gefälschte Papiere – Zoll beschlagnahmt Seeadler aus Russland

Christian Liehner
Christian Liehner
am
Freitag, 03.01.2020 - 07:24
Seeadler-Kopf © Hauptzollamt Augsburg
Der ausgestopfte Seeadler befand sich in einer Postlieferung an einen Empfänger im Allgäu.
Seeadler-im-Profil © Hauptzollamt Augsburg

Aus Russland kamen offenbar gefälschte Papiere zugeschickt.

Das Hauptzollamt Augsburg (Bayern) hat einen ausgestopften Seeadler (Haliaeetus albicilla) einbehalten, der an einen Greifvogelliebhaber im Allgäu gehen sollte. Dem Tier, das aus Russland verschickt wurde, lag lediglich eine ungültige Exportgenehmigung bei, die noch dazu auf einen anderen Namen ausgestellt war. Der Käufer, der das Tier als Dekoration aufstellen wollte, bemühte sich daraufhin um die korrekte „CITES-Bescheinigung“. Er erhielt jedoch aus Russland ein komplett gefälschtes Dokument, welches er ahnungslos dem Zoll vorlegte.

Greifvogel kostete 1.300 Euro

Ohne korrekte russische Ausfuhrgenehmigung kann vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) keine Einfuhrgenehmigung erteilt werden. Der Greifvogel unterliegt nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen der höchsten Schutzklasse – Präparate dürfen nicht frei gehandelt werden. Der Liebhaber hatte 1.300 Euro im Internet für das ausgestopfte Tier bezahlt.