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Gefährlicher Erreger in Mücken nachgewiesen

Wissenschaftler warnen: Stechmücken übertragen Hundehautwurm. Foto: F. Hollenbach/pixelio © F. Hollenbach/pixelio

Veterinäre haben den durch Stechmücken übertragenden Zoonose-Erreger Dirofilaria repens im Kreis Havelland in Hunden nachgewiesen. Der bislang ausschließlich in Süd- und Osteuropa nachgewiesene Erreger war zuvor weder in Norddeutschland noch in der Region Berlin-Brandenburg aufgetreten.
Nach einem Stich durch eine befallene Mücke gelangen Larven des Erregers in die Blutgefäße und anschließend in verschiedene Organe, wie zum Beispiel in die Haut, in das Auge oder in innere Organe. Dort entwickeln sie sich teilweise zu über 20 Zentimeter langen Würmern.
Infizierte Hunde zeigen oftmals keine Symptome, bekommen aber gelegentlich Juckreiz oder Hautentzündungen. Um die Ausbreitung des Hundehautwurms zu verhindern, müssten Tierärzte möglichst viele erkrankte Hunde erkennen und mindestens sechs Monate behandeln, so die Forscher. Im Kreis Havelland waren 9 von 73 getesteten Hunden betroffen. Für Menschen gebe es zur Vorbeugung und Behandlung gegenwärtig keine zugelassenen Präparate. Die Wissenschaftler vermuten, dass sich der Erreger durch die Klimaveränderung sowie durch die Einfuhr infizierter Hunde aus Südeuropa ausgebreitet hat.
BS