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Gefährliche Schönheit: Riesenbärenklau


Der Riesenbärenklau, oder auch Herkulesstaude, ist ein zweijähriger Doldenblütler und zählt zu den Neophyten. Seine Herkunft liegt im Kaukasus. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde er von dort als Zierpflanze nach Europa eingeführt. Seitdem breitet er sich auch dort großflächig aus.

Riesenbaerenklau © MaBu - stock.adobe.com

Riesenbärenklau wächst häufig an Wegrändern, Brachen oder Bächen.

Imposantes Aussehen

Sein Aussehen wird vor allem durch seine großen weißen Blüten und durch sein enormes Höhenwachstum von mindestens drei Metern geprägt. Ebenso weisen die Blätter eine immense Größe auf. Sie sind stark gefiedert und der Blattrand gezackt. Der leicht gefurchte Pflanzenstengel ähnelt fast einem Stamm. Er kann einen Durchmesser von 10 cm erreichen. Die Außenseite besitzt charakteristische rote Flecken. Im Inneren ist er hohl.

Giftiger Saft

Die Gefahr des Riesenbärenklaus versteckt sich in seinem Pflanzensaft. Dieser beinhaltet das Gift Furocumarin. Furocumarine schädigen in Verbindung mit UV-Strahlung die menschliche Haut in zweierlei Weise: Einerseits wirken sie krebserregend. Andererseits rufen sie verbrennungsähnliche Symptome, wie Hautrötung oder Blasenbildung hervor.

Zusätzlich können folgende Begleiterscheinungen auftreten:

  • Atemnot
  • Kreislaufprobleme
  • Schweißausbrüche
  • Fieber

Methoden der Bekämpfung

Den Riesenbärenklau zu bekämpfen erfordert besondere Maßnahmen. Das Tragen von Schutzkleidung wird hierbei unbedingt empfohlen. Ebenso sollte die Bekämpfung an einem eher bedeckten Tag stattfinden.

Eine nachhaltige Beseitigung beinhaltet, neben dem Abschneiden der Pflanze, auch das Ausgraben der Wurzel. Ab Mitte April können bereits die Jungpflanzen auf diese Weise entfernt werden. Sollte der Riesenbärenklau bereits ausgetrieben haben, können die Dolden nach dem Samenansatz abgeschnitten werden. Anschließend stirbt der Riesenbärenklau ab. Aber Vorsicht: Werden sie zu früh gekappt, treiben sie erneut aus.


Eva Grun hat mit 16 Jahren ihren Jugendjagdschein gemacht, jagt im Frankenwald und ist seit 2019 Volontärin bei den dlv-Jagdmedien.
Eva Grun mit Drahthaar.