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Geburtenkontrolle gestartet

Ranger Mario Axel vom Biosphärenreservatsamt untersucht in der Nähe von Schattin ein verlassenes Nest mit Nandueiern.


Vor allem den Landwirten sind sie ein Dorn im Auge. Bereits vor einigen Wochen hatten wir darüber berichtet, dass das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern deshalb auf der Suche nach Problemlösungen ist. Mittlerweile ist der Nandu-Bestand in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein auf etwa 220 Vögel angewachsen. Aber auch Naturschützer sind der Überzeugung, dass es zu viele geworden sind. Heimische Arten wie Rebhuhn oder Feldlerche würden verdrängt werden.

Nun versuchen Ranger im Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe zumindest den Zuwachs in Grenzen zu halten. Mit einem Akkuschrauber bohren sie dabei ein paar Eier eines rund 20 zähligen Geleges bis zum Dotter an. Der Bruttrieb würde dadurch nachlassen, die Nandus verlieren die Lust daran, erklärt ein Ornithologe gegenüber den "Lübecker Nachrichten". Würde man hingegen alle Eier entfernen, lägen die Vögel gleich das nächste Gelege an.

Den betroffenen Bauern geht das allerdings noch nicht weit genug. Sie sprechen sich für den Abschuss einiger Hähne aus. Denn diese würden schließlich die Eier befruchten und das Brutgeschäft übernehmen.

 


Benedikt Schwenen ist seit 2011 bei den dlv-Jagdmedien. Der gebürtige Emsländer beschäftigt sich überwiegend mit aktuellen und jagdpolitischen Themen.
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