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Gebühr für Lebensretter

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Sonntag, 05.07.2015 - 02:10
Diese Reflektoren erfreuen sich immer größer werdender Beliebtheit. Foto: K. Löhnert © K. Löhnert

Landauf landab investieren Jägerschaften viel Arbeit und Geld aus eigener Tasche, um Wildunfälle zu verhindern. So auch der Jagdverband Hainichen. Mittlerweile haben die Grünröcke 56 Leitpfosten mit blauen Warnreflektoren ausgestattet, die in Projektgebieten die Zahl der Zusammenstöße mit Wildtieren um bis zu 80 Prozent gesenkt haben. Ungefähr 350 Euro müssen für einen Kilometer Straßenlänge aufgebracht werden.
Eine Rechnung gab es dann auch noch vom Landratsamt Mittelsachsen. Da es sich bei den Installationen um eine „Straßensondernutzung“ handeln würde, war eine Gebühr von 60 Euro fällig. Dagegen legte der Jagdverband Widerspruch ein. Jedoch erst nachdem die „Freie Presse“ bei der Behörde nachfragte, wie man zu dieser zusätzlichen Belastung der Jäger käme, wurde eingelenkt. Denn jetzt berücksichtigt das Amt plötzlich die „besonderen Umstände“ dieser Sachlage. Da die Vermeidung von Wildunfällen ja „auch im Interesse des Landkreises“ liege, wurde der Gebührenbescheid zurückgenommen.
BS