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Gatterwild freigelassen

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Freitag, 01.05.2015 - 02:10
Fein säuberlich wurden die aufgeschnitten Zaunteile aufgerollt. Foto: U. Kretschmer © U. Kretschmer
Fein säuberlich wurden die aufgeschnitten Zaunteile aufgerollt. Foto: U. Kretschmer

Bis Samstag (25. April) befanden sich noch rund 80 Tiere im Rotwildgatter in Schönau-Berzdorf (Kreis Görlitz). Betreut wird das 10 Hektar große Gehege seit mehreren Jahren von Landwirt Udo Kretschmer.
„Zuerst habe ich gedacht, der Wolf war da“, sagte Kretschmer im Gespräch mit jagderleben. Doch dann musste er feststellen, dass der über zwei Meter hohe Zaun aufgeschnitten wurde: „An zwei Stellen, jeweils drei Meter breit. Der Draht wurde aufgerollt“, ärgerte er sich. Gemeinsam mit Landwirten, Jägern und Familienangehörigen sei es noch am Sonntag gelungen, etwa 60 Stück einzufangen: „Wir haben eine große Kette gebildet und die Tiere in Richtung Gatter getrieben“, beschreibt der Landwirt die mehrstündige Einfangaktion. Circa 25 Leute waren im Einsatz. Weitere elf Stück kehrten am Montag selbständig zurück. Kretschmer hofft, dass die zwei Zuchthirsche und die restlichen beschlagenen Alttiere auch noch heimfinden. Glücklicher Weise ist kein Stück dem Verkehr zum Opfer gefallen. Dennoch bleibt die Sorge, dass die Tiere durch die leichtfertige Freilassungsaktion zu viel unverträgliche Äsung aufgenommen haben, da sie in einem Rapsfeld entdeckt wurden. Der Vorfall wurde zur Anzeige gebracht, die Polizei ermittelt.
MH